Geschichte

UNSERE GESCHICHTE

Die Kanzlei weist einen beruflichen Werdegang von über hundert Jahren.

Sie wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts von Antonio Orlandi, nach Sammlung einer bedeutenden Erfahrung als Partner in der Rechtsanwaltskanzlei des Ministerpräsidenten Alessandro Fortis, gegründet.

Die Kanzlei wurde von 1938 bis 1968 in Partnerschaft mit dem Sohn Goffredo Orlandi-Contucci geführt, welcher die Kanzlei bis 1993 selbstständig als Rechtsanwaltskanzlei führte.

Die Kanzlei wurde schließlich im Jahre 1993 von Antonio Orlandi Contucci, Neffe des Gründers, in einer Steuerberatungsfirma umgewandelt.

Die Kanzlei ist bei den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland, der Bundesrepublik Österreich, Großbritannien und der vereinigten Staaten als einer der wenigen, in Mitte- und Süditalien tätige Kanzleien, welche Beratung in deutscher und englischer Sprache ausführt, zugelassen.

VOM GYMNASIUM “TASSO” ZUR STEUERKANZLEI, DER GRÜNDER VENERIO ORLANDI

1844-1915

Venerio Orlandi (1844-1915) wurde in Montecosaro von Antonio und Giovanna Paniconi, bei der Nr. 43 des Cassero geboren; kurz hinter dem damaligen Kloster von S. Augustin (das Haus, heute abgerissen, schaute auf der heutigen IV November Straße und lag in der Nähe eines anderes Hauses der Familie Orlandi, welches heute noch vorhanden ist).

Nach den ersten Studien in Montecosaro, die darauf folgende Studien im Seminar von Fermo und den Doktor Titel in Literatur, lehrte er für vielen Jahren in Forlì, wo er Francesca Contucci heiratet, die Tochter des Präsidenten des örtlichen Gerichtes, schon Gouverneur der Stadt Rimini zum Zeitpunkt des Plebiszits für die ital. Vereinigung.

In Bologna besucht er den Kreis der Literaten nahe dem Dichter Carducci, hat nur einen Sohn, dem er den Namen seines Vaters gibt, Antonio, welcher in Rom als Rechtsanwalt tätig sein wird und die Kanzlei von Alessandro Fortis erben wird, als dieser im Jahre 1905 Ministerpräsident des Italienischen Reiches bestellt wird.

La storia degli Orlandi, da Montecosaro a Roma

Die Umgebung in der sich Orlandi bewegt ist offensichtlich eine der besten politischen Renaissance-Intellektualität der Regionen Marche und Romagna. Dieselbe Umgebung der Montecosaro Bürgern Alfonso Cerquetti, der auch für mehrere Jahre in Forlì als Lehrer tätig sein wird, und von Carlo Malerbi, der in enger Bekanntschaft mit dem Forlì Bürgern Saffi und Fortis stand, sowie Bürgermeister von Montecosaro zum Zeitpunkt der Einigung Italiens war.

Verhältnisse, welche angeblich auch aus Montecosaro stammen, wo Venerio seine Kindheit im politisch und kulturell lebendigen Klima, welches die Erfahrungen der römischen Republik folgt, verbringt.

Hier Carlo Malerbi und Antonio Gatti, Helden des Schlachtfeldes, handeln als moralische Führer der städtischen Renaissance, und die jungen Alfonso Cerquetti und Giovanni Mestica lehren für einiger Zeit in der „öffentlichen Grundschule“, wo die Söhne des Volkes mit massiven Dosen Latein belehrt werden.

Höchstwahrscheinlich, ist der in Montecosaro stark klassische erhaltene Schulbildung, dem Wunsch seines Vaters den eigenen Kindern eine höhere Ausbildung zu geben, zu verdanken, dass Venerio ein starkes Interesse zu den humanistischen Studien, in denen der sich auszeichnet, und für das Lehrwesen hervorbringt (auch sein Bruder Gaetano wird las Lehrer tätig sein).

Frutto della sua collaborazione con Enrico Mestica, fratello minore di Giovanni (letterato di fama, questi, e deputato al parlamento dal 1890) sarà, alla fine del secolo, la pubblicazione, a firme congiunte, dell’antologia Prose e poesie (Ed. Zanichelli), che avrà fortuna nelle scuole italiane e sarà ristampato per oltre trent’anni.

Dopo Forli, Venerio si trasferisce (per motivi di salute) ed insegna a La Spezia, poi a Massa e quindi a Fano; in quegli anni istituisce varie scuole professionali e femminili.

Dal 1897 passa a dirigere il liceo-ginnasio Torquato Tasso di Roma, di cui sarà considerato il pionieristico „padre fondatore“.

Il progetto innovativo per tale istituto, da lui concepito e fatto predisporre secondo le sue precise indicazioni, ottiene il 1° premio con medaglia d’oro al Concorso Internazionale di Bruxelles.

Ed al Tasso, da lui realizzato, egli rimarrà fino alla sua scomparsa.

Das Gymnasium, zunächst ohne Namen, ohne einen permanenten Sitz und mit wenigen Schülern, wird zu einer renommierten Schule werden, welche die Kinder der neuen Gesellschaft, der neuen Beamten- und führenden Klasse, die in der neuen Hauptstadt geflossen ist, – d.h. das Rom des Ende Jahrhunderts, die das Gewicht seines schwindelnden und chaotischen Wachstums kaum einhalten kann – aufnehmen.

Orlandi – berichten seine Zeitgenossen – weiß der richtige Erzieher zu sein, streng, aber umgänglich, und besorgt, dass die Ausbildung der Schüler offen und modern sei, ohne abstrus und streng zu sein.

Er wählt sich die Lehrer, ermüdet sich aber nicht die Liebe für die betrauten jungen Menschen zu empfehlen, fordert die Beteiligung der Eltern an das Erziehungsprojekt, und and ihm and an seine Schule möchten alle Eltern ihre Kinder anvertrauen.

Er ist der Schulleiter –so könnten wir sagen – der zu einer großen Menschlichkeit, eine intelligente und nicht Perücke-Schulbildung, mit einer von den Idealen der ital. Renaissance geprägte, fast Missionare, pädagogische Berufung vereinigt.

Zeitdeutlich starb Venerio Orlandi während viele seiner ehemaligen Schüler zum Krieg gerufen werden, den Ersten Weltkrieg, der einen schweren Schlag dem ital. Renaissance Staat ausgeben wird, dem er der durch seiner Schule unermüdlich Ideen und Energien gegeben hatte.

Die Zeitungen der Zeit gedenken auffallend „den mutigen und weisen Schulleiter des Königlichen Gymnasium Tasso“. Die intellektuelle Statur von Venerio Orlandi ist im Einklang zum Ausmaß seiner Beerdigungsfeierlichkeit, welche bei der römischen Kirche des Heiligen Herzens stattfindet.

Zum Beileid der Familie kommt eine große Schar von Schülern und Lehrern, sämtliche Vertreter der Behörden, der Ministerpräsident Salandra und der Innenminister Grippo.

Venerio Orlandi ist in Montescudo-Monte Colombo (Fo) begraben.

Er hat verschiedene Schriften philologischen Inhaltes und, unter den Lehrbüchern, das erfolgreiche „der junge Philologe“ hinterlassen. Erwähnungswürdig sind auch seine historischen Erinnerungen über das Gymnasium Tasso in Rom. Auf ihm erinnert eine Gedenktafel zum Eingang der Schule, welche an „das liebe und gutes Bild“ hinweist.

In Montecosaro verbleibt jedoch kein sichtbares Zeichen seiner Existenz, mit Ausnahme seiner Unterschrift, den meisten unbekannt, zu Boden der Gedenktafel (1893) des Bürgermeister Malerbi im Rathaus.

Im Gegenteil, die alte Erinnerung der Bewunderung der Verwandtschaft auf die Nachricht, dass Venerio, bestellt Jolanda von Savoia Unterricht zu geben, mit dem König Mittagessen gehabt hatte, wird endlos der Familiennachfolge übergeben werden.

Warum in seiner Heimat keiner jemals eine ihm eine Gedenktafel oder eine Straße zu widmen gedacht habe, ist eigentlich schwer zu verstehen ist.

Es kann aber nie zu spät sein.