Die Geschichte von Orlandi, von Montecosaro bis Rom

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    La storia degli Orlandi, da Montecosaro a Roma

    La storia degli Orlandi, da Montecosaro a Roma

    VENERIO ORLANDI
    1844-1915

    Venerio Orlandi (1844-1915) wurde in Montecosaro von Antonio und Giovanna Paniconi, bei der Nr. 43 des Cassero geboren; kurz hinter dem damaligen Kloster von S. Augustin (das Haus, heute abgerissen, schaute auf der heutigen IV November Straße und lag in der Nähe eines anderes Hauses der Familie Orlandi, welches heute noch vorhanden ist).

    Nach den ersten Studien in Montecosaro, die darauf folgende Studien im Seminar von Fermo und den Doktor Titel in Literatur, lehrte er für vielen Jahren in Forlì, wo er Francesca Contucci heiratet, die Tochter des Präsidenten des örtlichen Gerichtes, schon Gouverneur der Stadt Rimini zum Zeitpunkt des Plebiszits für die ital. Vereinigung.

    In Bologna besucht er den Kreis der Literaten nahe dem Dichter Carducci, hat nur einen Sohn, dem er den Namen seines Vaters gibt, Antonio, welcher in Rom als Rechtsanwalt tätig sein wird und die Kanzlei von Alessandro Fortis erben wird, als dieser im Jahre 1905 Ministerpräsident des Italienischen Reiches bestellt wird.

    Die Umgebung in der sich Orlandi bewegt ist offensichtlich eine der besten politischen Renaissance-Intellektualität der Regionen Marche und Romagna. Dieselbe Umgebung der Montecosaro Bürgern Alfonso Cerquetti, der auch für mehrere Jahre in Forlì als Lehrer tätig sein wird, und von Carlo Malerbi, der in enger Bekanntschaft mit dem Forlì Bürgern Saffi und Fortis stand, sowie Bürgermeister von Montecosaro zum Zeitpunkt der Einigung Italiens war.

    Verhältnisse, welche angeblich auch aus Montecosaro stammen, wo Venerio seine Kindheit im politisch und kulturell lebendigen Klima, welches die Erfahrungen der römischen Republik folgt, verbringt.

    Hier Carlo Malerbi und Antonio Gatti, Helden des Schlachtfeldes, handeln als moralische Führer der städtischen Renaissance, und die jungen Alfonso Cerquetti und Giovanni Mestica lehren für einiger Zeit in der „öffentlichen Grundschule“, wo die Söhne des Volkes mit massiven Dosen Latein belehrt werden.

    Höchstwahrscheinlich, ist der in Montecosaro stark klassische erhaltene Schulbildung, dem Wunsch seines Vaters den eigenen Kindern eine höhere Ausbildung zu geben, zu verdanken, dass Venerio ein starkes Interesse zu den humanistischen Studien, in denen der sich auszeichnet, und für das Lehrwesen hervorbringt (auch sein Bruder Gaetano wird las Lehrer tätig sein).

    Die Frucht seiner Zusammenarbeit mit Enrico Mestica, jüngerer Bruder von Giovanni (berühmter Literat und Mitglied des Parlaments seit 1890) wird am Ende des Jahrhunderts, zur Veröffentlichung, unter gemeinsamer Unterschrift, der Prosa und Lyrik-Anthologie (Verlag Zanichelli) führen, welche viel Glück in den italienischen Schulen haben wird und für über dreißig Jahren neu ausgelegt sein wird.

    Nach Forlì, Venerio versetzt sich (aus gesundheitlichen Gründen) und unterrichtet in La Spezia, danach in Massa und weiterhin in Fano. In diesen Jahren etabliert er verschiedene berufliche und Mädchenschulen.

    Seit 1897 wird er zur Leitung des Gymnasiums Torquato Tasso in Rom befördert von dessen er als Pionier und „Gründervater“ betrachtet wird.

    Das innovative Projekt des genannten Gymnasiums, von ihm entworfen und laut seinen genauen Anweisungen ausgeführt, erhält den 1. Preis mit Goldmedaille bei dem internationalen Wettbewerb von Brüssel.

    Er wird bis zu seinem Tode beim von ihm geschöpften Gymnasium Tasso bleiben.

    Das Gymnasium, zunächst ohne Namen, ohne einen permanenten Sitz und mit wenigen Schülern, wird zu einer renommierten Schule werden, welche die Kinder der neuen Gesellschaft, der neuen Beamten- und führenden Klasse, die in der neuen Hauptstadt geflossen ist, – d.h. das Rom des Ende Jahrhunderts, die das Gewicht seines schwindelnden und chaotischen Wachstums kaum einhalten kann – aufnehmen.

    Orlandi – berichten seine Zeitgenossen – weiß der richtige Erzieher zu sein, streng, aber umgänglich, und besorgt, dass die Ausbildung der Schüler offen und modern sei, ohne abstrus und streng zu sein.

    Er wählt sich die Lehrer, ermüdet sich aber nicht die Liebe für die betrauten jungen Menschen zu empfehlen, fordert die Beteiligung der Eltern an das Erziehungsprojekt, und and ihm and an seine Schule möchten alle Eltern ihre Kinder anvertrauen.

    Er ist der Schulleiter –so könnten wir sagen – der zu einer großen Menschlichkeit, eine intelligente und nicht Perücke-Schulbildung, mit einer von den Idealen der ital. Renaissance geprägte, fast Missionare, pädagogische Berufung vereinigt.

    Zeitdeutlich starb Venerio Orlandi während viele seiner ehemaligen Schüler zum Krieg gerufen werden, den Ersten Weltkrieg, der einen schweren Schlag dem ital. Renaissance Staat ausgeben wird, dem er der durch seiner Schule unermüdlich Ideen und Energien gegeben hatte.

    Die Zeitungen der Zeit gedenken auffallend „den mutigen und weisen Schulleiter des Königlichen Gymnasium Tasso“. Die intellektuelle Statur von Venerio Orlandi ist im Einklang zum Ausmaß seiner Beerdigungsfeierlichkeit, welche bei der römischen Kirche des Heiligen Herzens stattfindet. Zum Beileid der Familie kommt eine große Schar von Schülern und Lehrern, sämtliche Vertreter der Behörden, der Ministerpräsident Salandra und der Innenminister Grippo.

    Venerio Orlandi ist in Montescudo-Monte Colombo (Fo) begraben.

    Er hat verschiedene Schriften philologischen Inhaltes und, unter den Lehrbüchern, das erfolgreiche „der junge Philologe“ hinterlassen. Erwähnungswürdig sind auch seine historischen Erinnerungen über das Gymnasium Tasso in Rom. Auf ihm erinnert eine Gedenktafel zum Eingang der Schule, welche an „das liebe und gutes Bild“ hinweist.

    In Montecosaro verbleibt jedoch kein sichtbares Zeichen seiner Existenz, mit Ausnahme seiner Unterschrift, den meisten unbekannt, zu Boden der Gedenktafel (1893) des Bürgermeister Malerbi im Rathaus. Im Gegenteil, die alte Erinnerung der Bewunderung der Verwandtschaft auf die Nachricht, dass Venerio, bestellt Jolanda von Savoia Unterricht zu geben, mit dem König Mittagessen gehabt hatte, wird endlos der Familiennachfolge übergeben werden.

    Warum in seiner Heimat keiner jemals eine ihm eine Gedenktafel oder eine Straße zu widmen gedacht habe, ist eigentlich schwer zu verstehen ist.

    Es kann aber nie zu spät sein.

    Die Orlandi

    Goffredo orlandi contucci

     

     

    Goffredo Orlandi Contucci, Neffe von Venerio Orlandi, in einem Foto von 1935

    Corrado Orlandi Contucci

    Corrado Orlandi Contucci, Neffe von Venerio Orlandi, der Botschafter der ital. Republik in einem Jugendfoto von 1935

    Die Orlandi siedeln in Montecorsaro am Ende des XVI Jahrhunderts mit Eliseo, Sohn von Baldassare und Enkel von Giuliano
    Sie kamen von Torre S. Patrizio (AP) und sind, zumindest seit dem XVII Jahrhundert, Eigentümer von Grundstücken im Bezirk Fontemaggiore.
    Von Eliseo, eine männliche Linie, mit dem vorherrschenden Namen von Nicola, verwahrt sich in der Stadt für zirka vier Jahrhunderte und reicht bis zum heutigen Tage: Don Giuseppe, letzter Orlandi in Montecosaro, Monsignore und Schatzmeister des Seminars von Fermo, starb im Jahr 1973. „Don Peppe“ und seine Nichte Odile Grassetti (gestorben 1969) sind die letzten das Haus Orlandi (1970 Eigentum Serafini), direkt hinter dem Rathaus, zu bewohnen und zu besitzen.
    Die Nachkommen von Eliseo waren im letzten Jahrhundert recht zahlreich in Montecosaro: fünf oder sechs Familien im Jahr 1850, unter anderem, mit einen Abt, ein Schullehrer und einen reichen Messing Handwerker. Dieser war Antonio, Vater von sechs Kindern, einschließlich Venerio, Literat und charismatischer Schulleiter des Gymnasiums T. Tasso in Rom zur Jahrhundertwende.

    Die Nachkommen von Antonio (1803 – 1875) in Montecosaro sind über Domitilla, in den vierziger Jahren, über die Familie Marchetti, die Familie Piolo und durch Giacomo in die Familie Scipio nachgekommen, welcher die väterlichen Tätigkeit nachgefolgt hat und seinem Neffen Tullio, Sohn von Beatrice Orlandi, übergeben hat.

    Der römische Zweig der Familie Orlandi stammt von Venerio Orlandi, durch seinen Sohn Antonio. Der Anwesenheit eines anderen Zweiges der Familie Orlandi in der Region Marche, in Corinaldo, anwesend seit dem fünfzehnten Jahrhundert mit Rittern und Rechtsanwälte, spricht, unter anderem, im sechsten Band seiner „Antiken Geschichten der Region Piceno“, der Historiker Colucci, Dieser erzählt, dass die Familie aus Fermo stammt, wo zur Zeit noch die „Orlandi Straße.“ existiert.

    Die Familie ist anwesend unter den Listen der Patriezier-Aristokratie der Städten von Fermo und Corinaldo.

    Francesca Marchetti

     

     

    Francesca Marchetti (Mitte), in einem Foto der zwanziger Jahre. Mit ihr die Schwestern Peroni, Gemma und Оnorina.

     

     

     

     

     

    by Fabrizio Quattrini

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